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10.Juni 2020

Abstandsregeln im ÖPNV: Soweit möglich



In der überwiegenden Anzahl der angebotenen Fahrten ist die Einhaltung des empfohlenen Mindestabstandes von 1,50 Meter möglich, da die Fahrgastzahlen mit Beginn der Pandemie deutlich gesunken sind. Mit der Wiederaufnahme des Schulunterrichts ist zwar ein Anstieg von Fahrgästen zu verzeichnen, die Abstandsregel lässt sich aber nach wie vor ohne größere Probleme einhalten. Eine Garantie hierfür kann allerdings nicht geben werden. Es mag durchaus zu vereinzelten Fahrten mit höherer Auslastung kommen.
 
In den einzelnen Planungs-Gremien zur schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebes, wurde unter anderem bezüglich der verfügbaren Buskapazitäten bewirkt, dass ein zeitversetzter Unterricht eingeführt wurde. Durch unterschiedliche Schulzeiten und Tage kann so eine Entzerrung herbeigeführt werden.

Ferner hat die sofortige Vorkehrung, die Mitnahme von Gegenständen, wie z.B. Fahrrädern, Skatebords, Tretroller egal ob ein- oder ausgeklappt, von der Beförderung auszuschließen und die Mitnahme von Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen je Bus zu reduzieren dazu beigetragen, einen größtmöglichen Abstand für alle Fahrgäste zu ermöglichen.

All diese Maßnahmen führen zu einer spürbaren Entspannung.

Dennoch kann es auch mal Fahrten geben, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Und was ist dann? Muss ich dann den Bus verlassen?

Nein, denn die Niedersächsische Verordnung spricht von einer "soweit möglich"- Regelung. Bereits Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums am 30.04.2020  erklärt, dass „Aufgrund der begrenzten Beförderungskapazitäten […] in Zukunft Unterschreitungen des Abstandes von 1,50 Meter nicht zu vermeiden sein [werden]“. Sie wiesen in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen den Mindestabstand von 1,50 Meter in Zügen, Bussen, Taxis und Mietwagen nur soweit als möglich vorschreibt. Auch in der seit dem 08.06.2020 geltenden neuen Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen ist die entsprechende Textpassage (§ 2 Abs. 2) weiter vorhanden.

Dennoch raten wir allen, denen es möglich ist, den Bus außerhalb der Stoßzeiten zu nutzen. Fragen Sie sich bitte vor Fahrtantritt, ob Sie wirklich zwingend notwendig um diese Uhrzeit fahren müssen, wo eventuell Berufstätigen und Schülern der Bus als einzige Möglichkeit zur Verfügung steht, um zur Arbeit und in die Schule zu gelangen. So schützen Sie sich selbst und auch diejenigen, die auf die Beförderung mit dem Bus angewiesen sind.

Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Alltags-Maske richtig sitzt und wenden sich, wenn möglich, mit dem Gesicht von anderen Fahrgästen ab.

Nutzen Sie, wenn möglich die Fensterplätze, um genügend Abstand zum Nachbarn zu schaffen.

Zudem werden die Aufenthaltszeiten an Endhaltestellen genutzt, um die Busse regelmäßig zu lüften, eine äußerst wichtige Schutzmaßnahme.

Der ADAC nennt als oberstes Gebot für ÖPNV-Nutzer zum Schutz vor Ansteckungen die strenge Einhaltung der Hygienemaßnahmen und verweist auf das regelmäßige Händewaschen vor Fahrtbeginn und abschließend.