Neue Fahrtassistenz in der „Meine Öffis-App“ erleichtert barrierefreie Nutzung des ÖPNV
20. April 2026
Mit der neuen Fahrtassistenz wird mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Fahrgästen der Zugang zum ÖPNV deutlich erleichtert. Die innovative Funktion erweitert die barrierefreie Nutzung der Fahrzeuge der Öffis und sorgt für mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Komfort im öffentlichen Verkehr.
In der Meine Öffis-App steht die neue Funktion bereits zur Verfügung. Direkt auf der Startseite finden Nutzerinnen und Nutzer das Feld „Radar“. Darüber kann an der Haltestelle per „Stop“-Signal ein Haltewunsch an den ankommenden Bus gesendet werden. Das Fahrpersonal wird so frühzeitig informiert, dass ein Fahrgast zusteigen möchte.
Sobald der Bus an der Haltestelle hält, wird der sehbeeinträchtigte Fahrgast durch ein akustisches Signal gezielt zur Einstiegstür geleitet. Das erleichtert die Orientierung im Haltestellenbereich und ermöglicht vor allem an stark frequentierten Haltestellen ein sicheres und selbstständiges Einsteigen.
Auch während der Fahrt bietet die App umfassende Unterstützung: Der Haltewunsch kann bequem per Smartphone an das Fahrzeug übermittelt werden.
„Mit der neuen Fahrtassistenz verbinden wir technologische Innovation mit konkretem Nutzen für unsere Fahrgäste. Unser Ziel ist es, Barrieren im Alltag spürbar abzubauen und den öffentlichen Verkehr noch intuitiver und zugänglicher zu gestalten“, erklärt der Öffis Geschäftsführer Holger Waldhausen. „Damit schaffen wir unmittelbar mehr Orientierung, Sicherheit und Komfort bei der Nutzung des ÖPNV.“
Für die Nutzung der Fahrtassistenz sind bestimmte technische Voraussetzungen erforderlich. Dazu zählt insbesondere ein Smartphone mit aktivierter Tonausgabe, damit akustische Signale zuverlässig wahrgenommen werden können. Je nach Gerät und Betriebssystem können weitere individuelle Einstellungen notwendig sein, um die Funktion optimal zu nutzen.
Mit dieser digitalen Fahrtassistenz setzen die Öffis ein starkes Zeichen für mehr Inklusion und Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr. Ziel ist es, allen Fahrgästen eine gleichberechtigte, komfortable und selbstbestimmte Mobilität zu ermöglichen. „Barrierefreiheit ist kein Zusatzangebot, sondern verpflichtender Bestandteil öffentlichen Nahverkehrs. Unser Anspruch ist es, Mobilität für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen – unabhängig von individuellen Einschränkungen. Die neue Fahrtassistenz ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg,“ betont der Aufsichtsratsvorsitzende der Öffis, Constantin Grosch.